
Bei der Laminierungsprozesssteuerung ist die Zeit nicht nur wichtig – sie ist entscheidend. Ein Laminierungspress wartet darauf, dass der Klebstoff die richtige Viskosität erreicht hat. Die Beschichtungsanlage muss innerhalb eines bestimmten Zeitraums arbeiten, bevor der nächste Arbeitsgang beginnt. Wenn das Temperaturprofil abweicht, führt das zu optischen Verzerrungen, Spannungen an den Rändern sowie Problemen bei der Haftung des Klebstoffs. Dann entstehen Ausschusswaren, es ist notwendig, die Produkte neu zu bearbeiten – und die Lieferungen können nicht termingerecht erfolgen. Wir haben unsere UV-LED- und IR-Systeme so konzipiert, dass diese Unsicherheiten beseitigt werden.
Was wirklich zählt, ist die Kontrolle – direkt an der Glasoberfläche. UV-LED-Module liefern eine stabile Strahlung im Bereich von 365–395 Nanometern mit einer engen Spektralbreite. Dadurch heilen die Beschichtungen gleichmäßig aus, ohne dass das Substrat durch überschüssige Wärme beschädigt wird. Die sofortige Ein-/Aus-Schaltung bedeutet keine Wartezeit zum Erwärmen – die Leistung bleibt außerdem innerhalb von ±3 % über die gesamte Ausstrahlungsfläche konstant. Für thermisch gesteuerte Prozesse reagieren Kurzwellen-IR-Emitter schnell; ihr Peak liegt bei etwa 1–2 Mikrometern. Dadurch kann die Energie gezielt auf die Glas- und Zwischenschichten gerichtet werden. Ein fokussiertes Wärmefeld reduziert Konvektionsströmungen und verhindert das Entstehen von Temperaturunterschieden – welche wiederum zu thermischen Spannungen führen könnten.
Die Eingangsleistung wird entsprechend der Anforderungen der Anlage gewählt. Für Labore oder kleine Produktionsmengen können 1-KW-Module verwendet werden. Bei hohen Durchsatzraten in Laminier- und Isolierglasanlagen kommen mehrere Kilowatt starke Module zum Einsatz. Die Komponenten sind speziell für Glasfabriken geeignet: Quarz- oder Keramikkörper, Standardmontagepunkte sowie Terminals, die für eine kontinuierliche Nutzung ausgelegt sind.
Es geht letztlich darum, wie schnell man wiederholbare Prozesse durchführen kann. Bei der Laminierung von EVA/SGP/PVB-Gläsern bringt die IR-Vorheizung das Glas innerhalb weniger Sekunden in den Aktivierungsmodus. Anschließend sorgen die UV-LEDs dafür, dass die Beschichtungen und Kanten richtig härten – ohne dass der ganze Press benötigt wird. Dadurch verkürzen sich die Zykluszeiten, da man nicht auf das Erreichen eines thermischen Gleichgewichts warten muss. Der Energieverbrauch sinkt, da die Energie genau dort eingesetzt wird, wo sie benötigt wird. Wir haben die Module bereits über 5.000 Stunden lang eingesetzt – mit minimalem Leistungsverlust. Das stabile Temperaturprofil trägt dazu bei, die Variabilität bezüglich der optischen Qualität, der Randqualität und der Haftfestigkeit zu verringern.
Bevor man etwas bestellt, sollte man sicherstellen, dass das Spektrum zur Chemie des Materials passt. UV-LEDs sind ideal, wenn man photoinitierte Systeme verwendet. IR-Strahlung hingegen eignet sich gut zur großflächigen Erwärmung sowie zur Aktivierung der Zwischenschichten. Klare Glassorten leiten Kurzwellen-IR-Strahlung gut weiter – daher sind Reflektoren sowie eine gezielte Ausrichtung erforderlich, um die gewünschten Bereiche der Zwischenschichten und Beschichtungen zu erreichen. Man sollte außerdem auf eine konstante Stromversorgung achten – Spannungsspitzen und schlechte Erdung können die Lebensdauer der Emiter beeinträchtigen.
Die Installation ist einfach – doch die Ausrichtung ist wichtig. Schon eine kleine Neigung ändert das Strahlungsmuster, was dazu führen kann, dass auf dem beschichteten Glas Streifen entstehen.
Wir entwickeln Lösungen für die Praxis – nicht für Broschüren. Man braucht Wärme genau dort, wo sie benötigt wird – und das in der von der Anlage geforderten Geschwindigkeit – ohne dass das Glas geschädigt wird. UV-LED- und IR-Systeme erfüllen genau diese Anforderungen.