
Die Probleme mit Heizungen an hohen Orten – und wie man sie vor Kurzschlüssen schützt
Wer schon einmal mit Infrarotheizungen zu tun hatte, die 10 Meter hoch angebracht sind, weiß, dass das ein Albtraum ist. Man muss die Geräte per Aufzug nach oben bringen – in der Hoffnung, nicht noch einmal dorthin zurückkehren zu müssen.
In der Regel ist das Heizelement selbst in Ordnung. Das eigentliche Problem ist die Verbindung zwischen dem Leitungsdraht und dem Quarztube. An dieser Stelle bricht meist alles zusammen.
Warum diese Geräte versagen
Die meisten Standardlösungen verwenden einfache Klebstoffe oder Dichtungen, die für die hohen Temperaturen nicht geeignet sind. Wenn diese Geräte in einer Umgebung mit hohen Temperaturen betrieben werden, schrumpfen diese Materialien. Dadurch entstehen Risse – plötzlich gibt es Lücken. Wenn Staub oder Feuchtigkeit in diese Lücken gelangen, entsteht Kohlenstoffabfall. Dann kommt es zu Funkenflug und schließlich funktioniert die Heizung nicht mehr. Das ist sicherlich keine attraktive Situation am Dienstagmorgen.
Wir lösen dieses Problem, indem wir mehrstufige Kompressionsdichtungen sowie Hochtemperatur-Silikonharze verwenden. Diese Materialien schrumpfen selbst bei 300°C nicht. Dadurch entsteht eine feste, luftdichte Abdichtung, die die Leitungen vollständig vom umgebenden Luftstrom isoliert.
Der Unterschied zwischen „billig“ und „gut“
Viele preiswerte Heizgeräte nutzen eine Methode, bei der die Dichtungen einfach aufgetragen und getrocknet werden. Zunächst sehen sie gut aus. Doch nach etwa 500 Stunden Betrieb platzen die Dichtungen einfach ab. Wir machen das anders: Unsere Dichtungen sind präzise gefertigt, um den unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten von Quarz und Kupfer gerecht zu werden. Zudem wird der Leitungsdraht fest fixiert, damit er während der Installation nicht an der Dichtung zieht.
Der Kompromiss
Das Problem ist: Diese Dichtungen sind so fest, dass man sie nicht einfach im Feld reparieren kann. Wenn in einem solchen Gerät eine Lampe ausfällt, muss man nicht nur einen einzelnen Draht austauschen – sondern das ganze Gerät ersetzen. Das klingt zunächst mühsam – aber man sollte sich die Alternative vor Augen führen. Ich würde lieber alle paar Jahre das gesamte Gerät ersetzen, anstatt mit ständigen Kurzschlüssen zu kämpfen, die das gesamte Stromsystem lahmlegen können.
Noch ein Tipp: Stellen Sie sicher, dass Ihre Sicherungen für die Anfangsspannung ausgelegt sind. So können Sie vermeiden, dass während des Startvorgangs ständig die Sicherungen auslösen.