
Einführung
Lassen Sie uns über Thermokoppeln sprechen – aber nicht über diejenigen, die man einfach vom Regal kaufen kann. Diese wurden speziell für Glasöfen entwickelt. Dabei wird der Sensor so eingestellt, dass er genau auf die Art und Weise reagiert, wie die Glaszusätze Wärme aufnehmen.
Wir produzieren diese Sensoren für anspruchsvolle Anwendungen – Forschungslabore und Produktionsöfen – wo die Temperaturregulierung eng mit den chemischen Eigenschaften des geschmolzenen Glases zusammenhängt. Das Ziel ist es, stabile, wiederholbare Messwerte zu erhalten – wobei das Temperaturprofil von dem Glas selbst bestimmt wird und nicht nur von dem Heizsystem.
Die Realität im Ofen
Im Inneren eines Glasofens herrschen extreme Temperaturen. Der Thermokopf befindet sich mitten in diesen starken Temperaturschwankungen. Deshalb werden diese Sensoren so konstruiert, dass sie auch bei schnellen Temperaturschwankungen funktionieren können, ohne dass die Verbindungsstellen beschädigt werden. Dadurch entstehen saubere, stabile Signale, die direkt zur Temperaturübersetzung dienen – ohne Rückschlüsse aus unklaren Signalen. Doch die Umgebung ist extrem: Dämpfe, Alkalien sowie Strahlungswärme – das ganze Jahr über. Deshalb muss die gesamte Konstruktion sehr widerstandsfähig sein.
Für spezielle Glasmischungen und Forschungszwecke passen wir die Reaktionsfähigkeit sowie den Schutz des Sensors den spezifischen Anforderungen Ihres Glases an. So erhalten Sie genaue Messwerte – ohne Störungen durch die Zusatzstoffe.
Aus welchen Materialien besteht der Sensor?
Die Verbindungsstellen des Sensors werden mit hochreinem Quarz sowie hitzebeständiger Keramik umhüllt. Warum? Weil der Sensor tagtäglich den Angriffen von Alkalien und Boraten standhalten muss. Die Verbindungsstellen selbst werden verschweißt – nicht einfach nur zusammengedrückt – damit sie den Belastungen durch Temperaturschwankungen standhalten können.
Auch die Befestigung ist solide und präzise. Wir liefern kompakte, stabile Befestigungen, die alles ordentlich halten – ohne dass es zu Verschiebungen kommt. Der Sensorkörper ist außerdem dünn genug, um in enge Öffnungen zu passen – dadurch bleibt die empfindliche Verbindungsstelle nah am Glas, ohne den Fluss des Glases zu stören.
Es handelt sich dabei um eine sehr robuste Konstruktion. Wiederholte Abkühl- und Erhitzungsvorgänge stellen kein Problem dar.
Warum ist das wichtig für Ihre Arbeit?
Wenn die Glaszusätze bei bestimmten Wellenlängen stark Wärme aufnehmen, ändert sich das Temperaturprofil. Der Thermokopf muss in solchen Situationen weiterhin genaue Messwerte liefern können.
Unser spezielles Spektralanalyseverfahren verringert die Fehlerquellen durch Strahlungseinflüsse. Das Ergebnis sind wiederholbare Messwerte – Batch für Batch.
Das bedeutet weniger Ausschuss, bessere Kontrolle der Viskosität sowie ein konsistentes Glasherstellungsprozess.
Es gibt jedoch einen Kompromiss: Eine präzise Anpassung an das Spektrum erfordert eine sorgfältige Kalibrierung sowie eine kontrollierte Ofenumgebung. Ohne diese Voraussetzungen funktioniert der Sensor zwar weiterhin, doch die Daten werden nicht so präzise sein.